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Handys mit sozialem Bewusstsein
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Handys mit sozialem Bewusstsein
Das mobile Web 2.0 steht vor dem Durchbruch.
Das Web 2.0 – das neue, soziale Mitmach-www – hat ein mobiles Pendant. Das mobile Web 2.0. Es steckt zwar noch in den Kinderschuhen, wird jetzt langsam aber wirklich interessant. Facebook, anthrazit & Co. lassen sich auch vom Handy aus steuern. Bedienerfreundliche Programme für Mobiltelefone mit grossem Bildschirm und leistungsfähigem Internetbrowser, gestalten den Zugriff auf die Funktionen der sozialen Netzwerke und andere Dienste ganz einfach. Neben Google, Facebook und anthrazit entstehen immer mehr, zum Teil sehr interesante, Angebote für den mobilen Anwender. Und viele Betreiber herkömmlicher Sites bieten auch einen vereinfachten Zugang per Mobiltelefon an. Im Kasten auf Seite 10 im Pdf haben wir eine Liste verschiedener mobiler Web-2.0-Seiten aufgeführt. Weitere mobile Anwendungen fürs Handy finden Sie auch hier: http://www.web2null.de/category/mobile

Sie benötigen dafür im Idealfall ein smartes Mobiltelefon mit möglichst grossem Bildschirm und einer schnellen Datenverbindung per UMTS (mit HSPA-Datendienst) – dazu ein Datenabo mit mindestens 250 MB inklusive. Noch besser,wenn sich das Telefon auch mit einem drahtlosen Netzwerk (WLAN) verbinden kann. Das kostet Sie in vielen Fällen keinen Rappen. Mehrere der Dienste – darunter auch anthrazit – können Sie bequem mit einem Handy nutzen, das mit einem kleinen Bildschirm ausgestattet ist.

Facebook: Schicke Zugänge per Software

Facebook ist derzeit das beliebteste soziale Netzwerk. Hunderttausende von Schweizerinnen und Schweizern nutzen die Software täglich, die ihnen sowohl Belangloses und Philosophisches als auch die Vorlieben der virtuellen Freunde als endlosen Nachrichtenstrom auf den Desktop liefert. Und aufs Handy: Facebook gibts seit längerem fürs iPhone und seit kurzem auch für die neuen Google-Phones mit Android- Betriebssystem. Sie finden die Programme im App Store beziehungsweise im Android Market. Die Programme bieten ein ähnliches Bedienergefühl wie die «grosse» Browser- Variante, auch wenn einzelne, eher unwichtige Funktionen fehlen. Doch auch andere Handynutzer kommen zum Zug. Sie können etwa Fotos per E-Mail an ihr Profil senden. Das ist mit jedem internetfähigen Foto-Handy möglich. Sie müssen dazu die E-Mail-Adresse Ihres Profils wissen: Zu finden ganz unten auf der Facebook-Seite, indem Sie auf den Textlink «Handy» klicken. Hier erfahren Sie auch gleich, für welche Geräte es bereits eine spezielle Zugangssoftware gibt. Alle anderen Handynutzer besuchen mit ihrem Browser die Adresse http://m.facebook.com. Es tut sich eine einfache Oberfläche auf und Sie erfahren hier das Allerwichtigste Ihrer Freunde, können aber auch Beiträge anderer kommentieren.

anthrazit: Ihre Informationshäppchen

Auf der persönlichen Startseite http://www.anthrazit.org können Sie Ihre Suchabfragen abspeichern und haben so alle benötigten Informationen unterwegs zur Hand, ganz ohne Softwareinstallation, ganz einfach und vor allem ohne Schnickschnack. Ob Fahrpläne, Adressen, Telefonnummern oder die von Ihnen am häufigsten benötigten Webseiten: Mit anthrazit stehen Ihre ganz persönlichen Informationshäppchen auf jedem Mobiltelefon zur Verfügung. Sie können die Bildschirmdarstellung an Ihren Bildschirm anpassen, vom Handy (klein) über den Pocket PC (mittel) bis zum iPhone (gross). Lesen Sie dazu «anthrazit mobile» in diesem Heft. Auch nützliche Beiträge aus früheren Ausgaben sind auf http://www.anthrazit.org. Probieren Sie es gleich mit Ihrem Handy aus!

Twitter: Vögel zwitschern es ab dem Handy

Twitter http://www.twitter.com wird oft als SMS-Dienst fürs Internet bezeichnet. Die «Tweets», die einzelnen Nachrichten der Nutzer, sind auf 140 Zeichen beschränkt. Doch Twitter ist mehr: Sie können das Gezwitschere anderer Nutzer abonnieren («Follow») und erhalten so einen unablässig eintreffenden Nachrichtenstrom. Manche der virtuellen Vögelchen senden Ihnen nur interessante Links, einige ihre Gedankenergüsse und andere wiederum füttern Sie mit News ab. So setzt sich mit der Zeit ein individuell gestaltetes Kommunikationsmedium zusammen, in dem Sie Dinge oft vor den herkömmlichen Online-Zeitungen und Portalen erfahren.

Sie können Twitter im Browser nutzen. Oder mit dem Handybrowser die spezielle mobile Adresse http://m.twitter.com ansteuern. So erhalten Sie eine schlanke Übersicht und können Ihre eigenen Tweets beisteuern. Slandr Mobile Twitter http://m.slandr.net ist besser: Der Twitter-Service sieht auch auf kleinen Bildschirmen gut aus und bietet zahlreiche wichtigen Funktionen. Melden Sie sich mit Ihren Twitter-Login- Daten an.

Viel bequemer ist aber speziell an das Mobiltelefon angepasste Software, die es bereits für alle wichtigen Betriebssysteme inklusive iPhone gibt. Doch auch mit einem herkömmlichen Handy lässt sich Twitter bequem steuern. Sie müssen dazu in den Kontoeinstellungen Ihre Handynummer eintragen. Fortan können Sie Tweets per SMS an die Nummer +44 762 4801423 übermitteln. Das kostet Sie allerdings den üblichen SMS-Preis – eine entsprechende Option bei Ihrem Mobilfunkanbieter für günstigere SMS ist deshalb Pflicht.

Google Maps: Freunde lokalisieren

Der Kartendienst von Google mutiert zu einem sozialen Netzwerk, integriert in die anderen Google-Dienste. Google Latitude stellt die Standorte von Freunden auf der Karte dar und lässt sie mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Latitude kann auf den mit Google Maps ausgestatteten Surfbrettchen leicht eingeschaltet werden und befindet sich im Menü der Kartensoftware. Eventuell müssen Sie zuvor die neueste Version installieren. Zur Überprüfung besuchen Sie mit dem Handybrowser die Seite http://m.google.de/latitude. Im Latitude-Menü wählen Sie «Freunde hinzufügen». Diese benötigen allerdings ebenfalls ein Google-Konto und müssen sich zuvor für den Latitude-Dienst anmelden. Im Datenschutzmenü stellen Sie ein, wie genau Ihr Standort mitgeteilt werden soll. Hier können Sie Latitude auch wieder deaktivieren. Aber Vorsicht: Er zehrt den Handy-Akku aus. Zudem sollten Sie den Dienst nur ganz bewusst nutzen – nicht immer möchten Sie Ihren Freunden oder dem Lebenspartner mitteilen, wo genau Sie sich gerade aufhalten. iPhone-Besitzer müssen nur ein anderes Fenster öffnen, um die Standortübermittlung zu unterbrechen. Bei Android-Handys dagegen läuft die Übermittlung automatisch im Hintergrund.
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