Aus dem Apple-Gefängnis ausbrechen
Kein Wunder haben sich findige Hacker damit beschäftigt, das iPhone selbst mit Software nachzurüsten. Dagegen hat Apple allerdings technische Hindernisse eingebaut – die die Hacker mit jeder neuen Version der iPhone-Software wieder aus dem Weg räumen. Dazu muss das iPhone mit einer speziellen Software präpariert werden. Dieser Vorgang heisst «Jailbreaking».
anthrazit hat es ausprobiert: Die Software funktioniert reibungslos und installiert unter anderem Cydia, sozusagen das «illegale» Gegenstück zum App Store. Hinter diesem Icon verbirgt sich die von zahlreichen Hackern weltweit dargereichte iPhone-Software. Mit so nützlichen Funktionen wie eine Kalenderübersicht auf dem Pause-Bildschirm oder griffbereiten Buttons zum An- und Abschalten der Datennetze von 3G bis WLAN.
Gebrauch auf eigene Gefahr
Obwohl Jailbreaking im Normalfall keine Probleme verursacht – der App Store etwa funktioniert wie gewohnt – rät anthrazit von dieser «Nachbehandlung» des iPhone ab. Erstens gewährt Apple auf solche iPhones keine Garantie. Und zweitens können dadurch verschiedene der installierten Programme beeinträchtigt werden. Im anthrazit-Test stürzten mehrere Programme laufend ab, die auf einem normalen iPhone klaglos ihren Dienst verrichten. Zudem: Veröffentlicht Apple eine neue Betriebssoftware, sind Sie den Hackern ausgeliefert. Sie müssen ihr Werkzeug ebenfalls aktualisieren – erst dann können Sie Ihr iPhone auf den neuesten Stand der Technologie bringen.
Mit Spannung erwartet: iPhone «4G»
Jüngsten Medienberichten zufolge soll der Nachfolger des aktuellen iPhone 3G am 8.Juni im Rahmen einer Messe vorgestellt werden. Bereits Wochen zuvor brodelt es in der Gerüchteküche. Wird es deutlich dünner sein? Schnelles WLAN nach dem n-Standard unterstützen? Wird das Surfen per UMTS/HSPA deutlich schneller? Enthält es gar eine echte Tastatur? Ob die Gerüchte stimmen, wird sich im Juni zeigen.

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