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digitale fotografie: Die Show des Lebens
digitale fotografie: Die Show des Lebens
Wie Sie Ihre Fotos besser präsentieren und mit Freunden teilen.
Fotos landeten früher zwischen Klebeecken und Kartonseiten oder vergilbten in der Schuhschachtel. Digitale Fotos sind wesentlich vielseitiger.

Auf Papier: edel präsentiert

Wer nur gelegentlich ein Papierfoto benötigt, druckt dieses am besten selbst aus und verwendet dafür spezielles Fotopapier und einen Tintenstrahldrucker. Wer mehr als nur ein, zwei Fotos pro Monat druckt, fährt mit einem Fotolabor günstiger. Es nimmt die Fotos per Internet, auf CD oder Speicherkarte entgegen und liefert dafür Papierabzüge. Ausserdem druckt es die Fotos auf fast alles, was sich zum Schenken eignet. Daneben bieten sich weitere Möglichkeiten, Ihre Bilder zu präsentieren: Fotobücher sind sehr beliebt. Laut einem Test des Magazins K-Tipp vom Februar 2009 ist allerdings die Qualität durchzogen. Nur knapp die Hälfte der getesteten Fotobuch-Anbieter überzeugte.

Am Bildschirm: schnell angezeigt

Die gute, alte Diaschau hats ins digitale Zeitalter geschafft: Windows, Mac OS X und spezielle Bildverwaltungsprogramme können Fotos anzeigen und enthalten sogar einfache Funktionen für einen automatischen Bildwechsel. Bei Windows XP und Vista speichern Sie am besten alle gewünschten Fotos im Ordner «Eigene Bilder» ab. Legen Sie für eine bestimmte Diashow Unterordner an und vergeben Sie jedem Ordner und jedem Foto einen einheitlichen Namen. Mit einer Zahl am Anfang legen Sie zudem die Reihenfolge fest. Mit dieser Methode verlieren Sie allerdings schnell die Übersicht über die gespeicherten Fotos. Besser sind deshalb Bildverwaltungsprogramme wie etwa das besonders einfach Picasa http://picasa.google.com. Diese machen Sie von Ordnern unabhängig – es spielt keine Rolle, wo die Fotos gespeichert sind. Schlagworte und umfangreiche Beschreibungstexte sowie eine Suchmaschine mit Filterfunktionen erlauben dies. Der jüngste Schrei sind intelligente Funktionen, die etwa Gesichter automatisch erkennen.

Im Internet: soziales Bildernetz

Die sozialen Netzwerke bieten ihren Nutzern in den Profilen Foto-Präsentationen. Daneben haben sich aber auch soziale Netzwerke etabliert, in denen das Foto selbst im Mittelpunkt steht – mit http://flickr.com an der Spitze. Sie müssen dazu nicht einmal eine Software installieren: Alle nötigen Funktionen, sogar zur Bildbearbeitung, werden von Flickr.com selbst «serviert» und laufen im Browser ab. Den Einstieg schaffen Sie leicht – das Gratiskonto mit 100 MB pro Monat genügt für die meisten Zwecke. Auf der Startseite wählen Sie ganz unten «Deutsch» als Sprache aus. Erstellen Sie nun ein Konto («Account») – dieses ist für die ganze Yahoo!-Plattform gültig, zu der Flickr.com gehört. Nach dem Anmelden sehen Sie Ihre persönliche Flickr-Startseite. Klicken Sie nun rechts auf «Fotos & Videos hochladen». Auf der folgenden Seite wählen Sie im Schritt 1 die hochzuladenden Bilder auf Ihrer Festplatte aus. Vergessen Sie nicht, unter «Datenschutzeinstellungen» festzulegen, ob die ganze Flickr-Gemeinde das Bild sehen darf oder ob es privat ist.

Auf Datenträger: fast für immer

Sie können die Fotos auch auf einer CD oder DVD speichern. Nicht als blosser Datenhaufen, sondern in Form einer multimedialen Diashow. Apples iPhoto aus der iLife-Programmsammung http://www.apple.com/chde/ilife beherrscht dies ebenso gut wie das kostenlos in Windows Vista enthaltene Werkzeug namens Windows Fotogalerie. Damit halten Sie nicht nur Ordnung in Ihrer Bildersammlung, sondern können auch lebendige Erinnerungen gestalten. Das Prinzip ist einfach: Wählen Sie mit der Maus jene Fotos aus, die Sie zu einer animierten Diaschau zusammenstellen möchten. Klicken Sie nun auf «Film erstellen». Dieser enthält dann nur Fotos mit animierten Übergängen und eingeblendeten Schriften. Nun öffnet sich ein neues Fenster.

Ziehen Sie mit der Maus die Fotos in den Filmstreifen am unteren Rand, das sogenannte «Storyboard». Dazwischen finden Sie einen Platzhalter für den gewünschten Übergang. Bereits definierte Effekte finden Sie im Aufgaben-Menü unter «Bearbeiten ». Ziehen Sie den gewünschten mit der Maus auf den Platzhalter. Jetzt noch etwas Musik darunterlegen: Klicken Sie auf «Audio oder Musik» und wählen die gewünschte Musikdatei aus. Sie können diese anschliessend wie gehabt mit der Maus an die gewünschte Stelle im Storyboard ziehen – dort setzt dann die Musik ein. Bildeffekte, Titel und Nachspann bringen Sie ebenfalls ganz einfach mit der Maus an die gewünschte Position. Ebenfalls verlängern Sie die Anzeigedauer eines Fotos mit der Maus. Sind Sie mit allem zufrieden – klicken Sie zur Kontrolle immer wieder mal im Vorschaufenster rechts auf die Play-Taste – brennen Sie den fertigen Film auf eine DVD. Auch das geht ganz einfach: Klicken Sie auf «Film veröffentlichen» und wählen Sie «DVD» als Speichermedium aus. Anschliessend können Sie die Scheibe in den meisten Fällen auch in den DVD-Spieler in der guten Stube einschieben und die Show Ihres Lebens am TV geniessen. » WENIGER

Zusatzinfos zum Artikel
Digitale Fotografie
Fotografieren mit Bildsensor und Speicherkarten hat sich durchgesetzt. » mehr