«New Business Manager» lautet seine offizielle Funktion. Das trifft es besser als der umgangssprachliche Begriff «Trendscout». Thomas Geilinger arbeitet seit fünf Jahren für Brack Electronics; angefangen hat er als Product Manager, heute spürt er an Messen, im Internet und in Gadget-Blogs Trends auf. Was in Las Vegas am meisten zu reden gab, bringt er schnell auf den Punkt: «Die LCD-Fernseher werden noch flacher und dank der OLED-Technologie noch besser, 3-D-Produkte wie Brillen für Monitore sind ausgereift, E-Books stehen vor dem Durchbruch und Gadgets wie der Schlafphasenwecker, die ein Problem spielerisch lösen, sind gefragter denn je.»
Schön und gut, aber wie spürt ein Trendscout, was die Kunden wollen? «Das ist Intuition», erklärt Geilinger, «ich verlasse mich auf mein Bauchgefühl. Mit dem Meccano Spykee Cell spielte ich zwei Minuten lang und wusste, dass wir ihn in das Sortiment aufnehmen müssen.» Ausserdem gibt der New Business Manager Geräte und Gadgets, die ihn interessieren, seinen Kollegen im Büro und bittet sie, diese für ihn zu testen. Wenn er glaubt, ein Produkt könnte in das Sortiment von Brack passen, handelt er mit dem Hersteller eine Testphase aus, erst dann wird definitiv entschieden.
Nach der CES klagten viele Aussteller über weniger Besucher. Trotzdem erlebte Geilinger die Stimmung an der Messe positiv: «Einige Hallen, die nicht mehr in das Konzept passen, waren leer, andere voll. Die Wirtschaftskrise hat auch ihre guten Seiten: Viele Hersteller besinnen sich auf ihre Innovationskraft und entwickeln ihre Neuheiten nachhaltig weiter, vor allem die Amerikaner.» Ein Beispiel dafür sind digitale Bilderrahmen von Pandigital, die viel mehr können als nur Bilder anzeigen. Sie machen sich etwa auch als MP3-Player gut. «Wir werden die Bilderrahmen in unser Sortiment aufnehmen », schaut der Trendscout in die nahe Zukunft.

Home
Login





